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Service-Entgelt nicht vergessen!

News vom 25.10.2017

Der Dienstgeber hat jeweils per 15. November für das kommende Jahr für die zu diesem Stichtag bei ihm beschäftigten Personen ein Service-Entgelt für die e-card in Höhe von € 11,35 (Wert 2017 für 2018) einzuheben und an die zuständige Gebietskran­kenkasse abzuführen.

Das Service-Entgelt ist für folgende Personen vom Dienstgeber einzuheben, wenn für diese zum Stichtag 15. November ein Krankenversicherungsschutz nach dem ASVG besteht:

  • Echte und freie Dienstnehmer,
  • Lehrlinge,
  • Personen in einem Ausbildungsverhältnis,
  • Dienstnehmer, die aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit mindestens die Hälfte ihres Entgelts fortgezahlt bekommen,
  • Bezieher einer Urlaubsersatzleistung sowie
  • Bezieher einer Kündigungsentschädigung.

Die Einhebung erfolgt auch dann, wenn dieser Dienstnehmer bei einem anderen Dienst­geber, als Selbstständiger (GSVG), als Landwirt (BSVG) oder als Beamter (BVA) bereits versichert ist.

Nicht einzuheben ist das Service-Entgelt für:

  • anspruchsberechtigte Angehörige,
  • Beschäftigte, deren Pflichtversicherung in der Krankenversicherung erst nach dem 15.11. begonnen hat.
  • Dienstnehmer, die am Stichtag 15.11. keine Bezüge vom Dienstgeber erhalten (zB Wochenhilfe, Karenz nach dem MSchG/VKG, Präsenzdienst bzw Zivildienst, Bildungskarenz),
  • Dienstnehmer, die aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit weniger als die Hälfte ihres Entgelts fortgezahlt bekommen, unter der Voraussetzung, dass dieser Dienstnehmer am 15. 11. gleichzeitig Krankengeld von der Gebietskrankenkasse erhält,
  • geringfügig Beschäftigte (Ausnahme: Der Dienstnehmer ist zwar im November geringfügig beschäftigt, war jedoch im Oktober vollversichert und dies ist er aufgrund der „Schutzmonatsbestimmung“ auch im November ? E-Card-Service-Entgelt ist vom Dienstgeber einzuheben),
  • Personen, von denen bekannt ist, dass sie bereits im ersten Quartal des nachfolgenden Kalenderjahres wegen Pensionsantrittes von der Pflichtversicherung abgemeldet werden.

Was passiert, wenn „zu Unrecht“ E-Card-Service-Entgelt entrichtet wurde?

Für den Dienstgeber ist es nicht von Bedeutung, ob der jeweilige Dienstnehmer mehrfach versichert ist oder ob eine Rezeptgebührenbefreiung vorliegt. Er hebt das Service-Entgelt dennoch ein. Die betroffenen Personen können das allenfalls zu viel bezahlte Service-Entgelt über Antrag bei der Gebietskrankenkasse rückfordern. Hierbei muss die betroffene Person eine vom Dienstgeber ausgestellte Bestätigung beilegen, dass dieser das Service-Entgelt einbehalten und abgeführt hat.

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